Frühlingsanfang 2006 mit Rückblick
Da gucke ich zum Küchenfenster hinaus und auf die Schneeberge in meinem Hausgarten. Kein Durchkommen zur Gartensitzecke, die Wege sicher mit 35cm Harsch bedeckt.
Mir kommen die Tränen, weil ich merke, nichts konnte 11 Jahre zurückliegendes auslöschen.
Wir hatten ihn nach Hause geholt – zum Sterben.
Nur das wusste ich nicht. Besser gesagt, ich wollte es nicht wahrhaben. Da waren diese unsinnigen Hoffnungen, dass der Frühling mit seiner neuen Wärme, dem frischen Grün der erwachenden Natur, den angenehmeren Temperaturen ein Wunder vollbringen kann. Dazu Naturmedizin von der Mistel und Marksuppe und Zuwendung.
Ich erinnere mich, nachts stand ich auch an diesem Fenster und suchte mir den hellsten Stern heraus, flehte dorthin: Schick deine Strahlen in seine Brust und lös den Krebs auf.
Vielleicht lag es daran, dass ich das Wort „bitte“ nicht gesagt hatte...
Jedenfalls war der 20. 03. 1995 ein strahlend warmer Tag.
„Komm ich zieh dich an, hab schon einen Sessel mit Decke in den Garten gestellt, schnuppere die schöne Luft, dann geht es dir heute besser.“ Er wollte nicht wirklich. Ich denke, er lies sich in den Garten führen, um mir einen Gefallen zu tun. Damit ich zu frieden und glücklicher war. So war es. Meine Hoffnung war stark, wenn er frisch gewaschen und angezogen wenigstens auf dem Sofa lag, halbwegs am Tisch essen konnte. Gestorben wurde ja im Bett, also um alles in der Welt da raus.
Dann saßen wir im Garten. Es war herrlich in der Sonne. Vor uns die Schneeglöckchen in voller Pracht, die Osterglocken blinzelten aus der Erde und ich schaute ihn so glücklich an. Sah nicht, wie schrecklich elend er wirkte. Ein Glücksstrahl huschte über sein Gesicht und er atmete so tief, wie es ihm noch möglich war.
„Bald sind auch Tulpen und das wilde Kirschbäumchen in voller Blüte, dann werden wir wieder hier sitzen.“ Er lächelte schwach, irgendwie sehr wissend...
Mir kommen die Tränen, weil ich merke, nichts konnte 11 Jahre zurückliegendes auslöschen.
Wir hatten ihn nach Hause geholt – zum Sterben.
Nur das wusste ich nicht. Besser gesagt, ich wollte es nicht wahrhaben. Da waren diese unsinnigen Hoffnungen, dass der Frühling mit seiner neuen Wärme, dem frischen Grün der erwachenden Natur, den angenehmeren Temperaturen ein Wunder vollbringen kann. Dazu Naturmedizin von der Mistel und Marksuppe und Zuwendung.
Ich erinnere mich, nachts stand ich auch an diesem Fenster und suchte mir den hellsten Stern heraus, flehte dorthin: Schick deine Strahlen in seine Brust und lös den Krebs auf.
Vielleicht lag es daran, dass ich das Wort „bitte“ nicht gesagt hatte...
Jedenfalls war der 20. 03. 1995 ein strahlend warmer Tag.
„Komm ich zieh dich an, hab schon einen Sessel mit Decke in den Garten gestellt, schnuppere die schöne Luft, dann geht es dir heute besser.“ Er wollte nicht wirklich. Ich denke, er lies sich in den Garten führen, um mir einen Gefallen zu tun. Damit ich zu frieden und glücklicher war. So war es. Meine Hoffnung war stark, wenn er frisch gewaschen und angezogen wenigstens auf dem Sofa lag, halbwegs am Tisch essen konnte. Gestorben wurde ja im Bett, also um alles in der Welt da raus.
Dann saßen wir im Garten. Es war herrlich in der Sonne. Vor uns die Schneeglöckchen in voller Pracht, die Osterglocken blinzelten aus der Erde und ich schaute ihn so glücklich an. Sah nicht, wie schrecklich elend er wirkte. Ein Glücksstrahl huschte über sein Gesicht und er atmete so tief, wie es ihm noch möglich war.
„Bald sind auch Tulpen und das wilde Kirschbäumchen in voller Blüte, dann werden wir wieder hier sitzen.“ Er lächelte schwach, irgendwie sehr wissend...
Zauberblicke - 20. Mär, 11:16