Mittwoch, 15. März 2006

Wieso das denn?

Gestern rief mich ganz aufgeregt eine Bekannte an. Sie ist 55 Jahre alt, seit Jahren
Singles und irgendwie, irgendwo ständig auf Männersuche.
Was sucht sie an einem Mann?
Jedenfalls hatte sie sich mit einem 37-jährigen in einer Internetbaggerline kurz
geschrieben und in seiner Wohnung verabredet. An dem Punkt habe ich mir schon mal kurz den Kopf gehalten (mit einer Hand versteht sich, sonst wäre mir ja der Hörer runter gefallen).
Dort öffnete ein ungepflegter Kerl. Fettige Haare, nur noch wenige Zähne u. die
waren auch noch verfault, an Armen und Hals tätowiert.
„Hilfe!“
Anstatt auf den Absätzen sofort kehrt zu machen, ist sie mit ihm in die Wohnung.
„Wieso das in aller Welt?“
Nein, an sich ran hätte sie ihn nicht gelassen. Nur bissel gequatscht, ein Mineral getrunken u. dann musste sie aufs Klo. Ihre Tasche blieb dabei im Wohnzimmer…
Danach sei sie nun doch weg.
„Gott sei dank.“
Sie fuhr ca. 20 km nach Hause, noch mal schnell dort an die Tankstelle, Auto für 64,-€ voll getankt und an der Kasse – Geld weg. Ihre Handtasche war ausgeräumt.
„Na super“ (meine nicht Tankinhalt).
„Was hast du dann gemacht, bist doch hoffentlich zur Polizei?“
„Na klar, bin wieder nach Z zurück und zu den Bullen. Die haben nur gegrinst, als sie seinen Namen hörten und gemeint er sei ein alter Bekannter, seit einer Woche auf Bewährung draußen.“
„Jetzt komm ich glei durchs Telefon und latsch dir Eine“, konnte ich mir nicht verkneifen.
Die Polizei sei dann mit ihr zu seiner Adresse gefahren. Klingeling, er öffnete im Slip
und welche Überraschung - in seinem Bett eine ältere Frau.
Das drei Stunden nachdem sie von ihm fort ist.
„Nee, nee, nee, ich fass es nicht, sind den die Weibsen bescheuert, sich mit so was abzugeben. Ist denn hier Notstand ausgebrochen?“ Ich merkte, Zauberblicks Blutdruck ging nach oben.
Die Polizei hätte mächtig Druck gemacht und ihm wieder Bau angedroht. Daraufhin
rückte er ihr Geld raus. Das ältere Mädel, sei samt Bettdecke aus dem Bett
gestiegen und hätte ganz entrüstet gesagt: „Du hast ja Kohle und ich bin noch vorhin
mit dir Einkaufen gegangen, hab alles bezahlt, weil du nichts zu Essen hättest.“
Die ganze Szene lief an meinem inneren Auge vorbei und ich musste lachen.
„Lach nicht, das war einfach nur peinlich für mich.“
„Selber schuld, da musste durch.“

Abends lies ich mir das alles in Ruhe durch den Kopf gehen.
Warum machen Frauen SO was, mit SO einem? Wieso lassen sie sich ausnehmen und verarschen? Wegen etwas Nähe, Liebe oder Sex? Manoman.
Irgendwie war es dann sehr, sehr still in mir.
Welcher Frau ist das noch nicht passiert, ein Verarsche, ein Spiel mit ihren Gefühlen?
Gut, sicher auf einem höheren Niveau – nicht gleich durchschaubar und gleich offensichtlich.
Und wieviele Frauen merken das nicht gleich bzw. NIE?
Weil sie es gar nicht wahrhaben wollen oder eine rosarote Brille auf dem Näschen hockt…

Montag, 13. März 2006

schwarzes Auge


und das schwarze Auge der Mitternacht//Starrt näher und näher

und dieses schwarze Auge
der Verachtung
starrt auf mich
ausgehöhlt
vom langem Warten
auf Therapiehand
nichts als Leere

doch Lehre?

ihr Greifen schwach
nicht umsetzbar
allein niemals zu erhaschen
bleibend
Sehnsucht nach Gefühlen

Gefühle?

schlottern, kalte Körperbrühe
Gestank beherrscht
kreisende Sucht
D R Ü C K E N
Schädeldonnern, angefixt
endlich radierter Schmerz
abheben, Wallung, feurige Bälle
schöne, heile Welt
verzerrte Fratzen
Taumel in den Morgen

Morgen?

wieder, wieder - WIEDER
schwarzes Starren
Beschaffungschaos, Zwang
kein Ausweg
a u ß e r
der Goldene

verrecken


Sonntag, 12. März 2006

a l l e i n



Zweifel stoßen
mich ins Schneckenhaus
verkrieche mich darin
samt meiner Wärme
meinem Denken
meiner Lust
in meinem Sein

nur dort fühle ich
dich

nicht

Freitag, 10. März 2006

H A R T


in deinem Herz
haust
Meister Propper
putzt
all die Liebe weg

an deinen Schuhen
kleben
Scheuerfetzen
verwischen Sehnsuchtsspuren

und in den Händen
krampfen
Pfannenkratzer
reiben Hautgefühle fort

nur einen Wedel
hast du nicht
zum Kehren Spinngeweb
von meiner Scham



Donnerstag, 9. März 2006

Guckstunde - Musestunde für die Seele

Ich leiste mir heute etwas ganz Besonderes
und blicke verzaubert in manchen Blog hier.
Zauberhaft mit Zauberblick.


Mittwoch, 8. März 2006

H e u t e

ist der Internationale Frauentag.
Diesen besonderen Tag haben wir in der ehemaligen DDR auch immer ganz besonders
gefeiert. Der Chef brühte und servierte den Kaffee, deckte den Tisch usw.
Waren Kollegen vorhanden, rannten die mit für die Frauen - an DIESEM Tag.
Außerdem wurde der Kultur noch genüge getan u. eine gehobene Veranstaltung
besucht.
Mein bester Frauentag war der Besuch der Semper Oper in Dresden.
Nein, zu keiner Veranstaltung. Wir mussten froh sein, einen Rundgang mit Führung
zu bekommen.
Eigentlich war das alles irgendwie sehr künstlich erzeugt. Wir Frauen amüsierten uns
über die schürzentragenden Männer. Wir hätten besser auf den Tisch hauen sollen -
am/ab nächsten Tag...

Für heute wünsche ich mir, dass ich der Liebe wieder in die Augen schauen kann,
an diesem 8. März 2006.

Und ich verrate mal was. Die Frauentagsfeierei können wir nicht lassen. Gelernt ist
gelernt und geht nicht so schnell wieder raus.
Am 11. 03. werden acht "Mädels" ihren Frauentag in einem Hotel feiern.
Ganz ohne Männer, dafür mit Frauendisko und *lach* Menstrip. Ich bin dabei!
Das wird auch irgendwie kulturell und sicher spaßiger als ein Chef in Kittelschürze.

Dann noch heiße Kampfesgrüsse (für welchen Kampf auch immer) an die Frauen hier.

Dienstag, 7. März 2006

s c h ö n h e i t


ich bin schön
blitzen deine augen
ehrlich in mein herz

ich bin schön
streicheln deine worte
so tief in meine seele

ich bin schön
glätten deine hände
zärtlich meine wunden

ich bin schön
versenken deine augen, worte, hände
meine zweifel

ich bin schön
sehe es im spiegel

Montag, 6. März 2006

g l ü c k





sekunden nur der blick
zum gesichelten mond
dadurch
kurz aufflackerndes glück
das in der tiefe wohnt

streifen im vorübergehen
von lieb-sanften augen
ergebnis
wunden nicht zu sehen
traurigkeit nichts taugen

noch blasser sonnenstrahl
scheint auf nasenrücken
hoffnung
macht das Herz nicht mehr fahl
erahnt warm entzücken

fazit
winziger augenblick
kann wärme spüren lassen
und großes flackerglück
in uns - kaum zu fassen

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